SwingINN Big Band Rosenheim

Echo vom 8.12.2010

„Konzert und Tanz“ auf Auer´s Livebühne PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, den 08. Dezember 2010 um 08:32 Uhr

Die Bigband „SwingINN“ begeisterte mit hochkarätiger Livemusik.Bigband „SwingINN“ brachte Bühne zum Beben

Bigband „SwingINN“ brachte Auer‘s Livebühne zum Beben. Bereits nach den ersten Takten der Konzertreihe, die jeden ersten Donnerstag im Monat in Auer´s Livebühne stattfinden soll, war den Gästen klar, dass es sich dieses Mal in vielerlei Hinsicht um ein außergewöhnliches Konzert auf der Livebühne handelt.
Zum einen wurde beim ersten Ton sofort klar, dass 20 Mann keine aufwendige technische Verstärkung brauchen - zumindest nicht in Auer´s Livebühne. Zum anderen wurde man bereits nach der ersten Anekdote von Heinz Dauhrer, der mit viel Witz und Charme die Band und das Publikum durch den Abend begleitete, schnell von der puren Lust daran, Musik zu machen dermaßen angesteckt, dass es einem nur schwer fiel, ruhig sitzen zu bleiben. Und so war es auch gedacht. Jeder, der mal wieder gepflegt und bei hochkarätiger Livemusik das Tanzbein schwingen, oder auch eben „nur“ Bigbandsound hören möchte, war hier goldrichtig.

Der nächste Termin ist am 6. Januar, weitere Informationen und Kartenvorbestellung gibt es unter www.swinginn.de




OVB vom 10.06.2009


Auf den Spuren von Glenn Miller

Auf den Spuren von Glenn Miller und Count Basie wandelt die Rosenheimer Big Band «Swing Inn».


Das 19-köpfige Ensemble unter der Leitung von Heinz Dauhrer setzt sich überwiegend aus erfahrenen Musikern der verschiedenen Orchester aus dem Landkreis Rosenheim zusammen. Wie gut der klassische Big-Band-Sound ankommt, zeigte sich jetzt bei der Veranstaltungsreihe «Musik in der City». Nach den Mai-Samstagen auf dem Salinplatz ist jetzt im Juni Veranstaltungsort der Karstadt-Lichthof. Dort herrschte großer Andrang, als die Musiker Swing-Klassiker zum Besten gaben. Foto : Schlecker/Text: wu

Rosenheimer Journal vom März 2009




OVB vom 20.11.2008


Ein schillernder Auftritt in der Hammerhalle

Es war ein wahrhaft schillernder Auftritt, die CD-Präsentation der Swing-Inn-Bigband in der Rosenheimer Hammerhalle.


Die vielen goldenen Instrumente glänzten um die Wette mit den Erste-Hilfe-Folien, die als vorweihnachtliche Verzierung um Notenständer und Stühle gewickelt waren. Viel Werbung wurde gemacht für die neue CD «Seriös, aber frech» (wir berichteten). «Denken Sie daran, mit dem Erwerb unserer CD erfüllen Sie auch einen guten Zweck: Sie unterstützen ein Wohnheim für alternde Musiker in Florida. Zurzeit sind die Eigenheime da ja sehr billig», witzelte Bandleader Heinz Dauhrer. Gut aufeinander eingespielt wirkte die 20-köpfige Band, sehr professionell der gesamte Auftritt.Die Swing-Inn-Bigband macht Musik ohne Verstärker, was in der heutigen Zeit nicht mehr so oft zu finden ist. Der Sound ist sehr gehaltvoll und abgerundet, das Zusammenspiel exakt. Zwischendurch singen alle Musiker, es spielt eine «kleine Band in der Band», bei der dann auch Heinz Dauhrer selbst zur Trompete greift, sein Können zeigt und wortwörtlich aus dem letzten Loch pfeift. Beim Herbie- Hancock-Klassiker «Chameleon» übernimmt Gregor Bürger das Saxofon-Solo. Schade, dass es nur so wenige Takte sind, man hätte gerne mehr vom extra angereisten Gast gehört.

Den ganzen Abend über konnte man Fotos der Bigband bei Proben, der CD-Aufnahme und bei früheren Konzerten auf einer großen Leinwand bewundern. Eine illustre Gästeschar war geladen zu dieser CD-Präsentation. So kamen Altmeister Ambros Seelos und Komponist Bernhard Ullrich in die Rosenheimer Hammerhalle. Einige ihrer Arrangements spielt auch die Swing-Inn- Bigband. Sie hat viele lateinamerikanische Stücke im Programm und flotte Swingnummern - beim nächsten Auftritt wünscht man sich eine große Tanzfläche.


von Julia Binder



OVB vom 12.11.2008

Verschiedene Epochen des Bigband-Jazz

Nimmt man den Begriff «Amateur» im positiven Sinne wörtlich, kann er ohne Weiteres auf die 2005 von dem Saxofonisten Johann Hell ins Leben gerufene Bigband «Swing-Inn» angewandt werden, denn deren junge Musiker, die aus verschiedenen Orchestern des Landkreises Rosenheim stammen, präsentieren überzeugend ihre

Liebhaberei zum Jazz auf ihrer zweiten CD «Seriös, aber frech».Mit hörbar großem Engagement macht das 19-köpfige Orchester eine musikalische Zeitreise zu verschiedenen Epochen des Bigband-Jazz vom Swing bis zu modernen Spielweisen, wobei versucht wurde, ein jeweils authentisches Klangbild zu erzeugen. Deshalb verzichtete die Band bei den Aufnahmen auf jeglichen technischen Schnickschnack und spielte die einzelnen Stücke «live» ein.

Für den Feinschliff sorgte der Trompetenprofi und musikalische Leiter Heinz Dauhrer, der unter anderem als Lead-Trompeter in der Band von Harald Rüschenbaum Erfahrungen gesammelt hatte. Er verschmolz das Ensemble zu einem Klangkörper aus einem Guss.

Solistisch ist Dauhrer in der Schlussnummer «Gonna Fly Now» aus dem Film «Rocky» zu hören, in der er mit seinen artistischen Höhenflügen brilliert, gefolgt von ekstatischen Gitarren-Improvisationen Fritz Federkiels und rhythmischen Dialogen des Schlagzeugers Markus Wolf und des Perkussionisten Günther Bainsky.

Gemäß dem Bandnamen geht die Reise stilistisch vor allem in die Swing-Ära zurück. Nach dem Eröffnungsstück «Manhattan Spiritual», das die religiöse Musik der Afroamerikaner mit modernem Großstadt-Swing verbindet, geben sich drei Epochenklassiker die Ehre: Glenn Millers «Moonlight Serenade» mit Georg Schied an der Soloklarinette, die Rimskij-Korsakow-Komposition «Song Of India» im Arrangement Tommy Dorseys, auf der Posaune elegant vorgestellt von Barbara Schied, und Benny Goodmans «Don't Be That Way» mit dem Klarinettisten Josef Wastlhuber in der solistisch glänzenden Rolle Goodmans.

Einen weiteren Schwerpunkt auf der CD bilden verschiedene Spielarten der Tanzmusik. So ist der langsame Walzer «Always» zu hören, den Irving Berlin für die Frau seines Lebens geschrieben hat. «Joker» ist ein swingender Jive im Frage-Antwort-Spiel der Bläser-Sektion. Lateinamerikanisch wird es, wenn Perez Prados «Mambo Jambo» aus den 50er-Jahren authentisch erklingt oder Cha-Chas, Rumbas und Sambas aus dem Repertoire der Ambros-Seelos-Band zum Tanzen animieren.

Eigens für die CD-Aufnahme hat der Münchner Jazzmusiker Bernhard Ullrich den «Rhumba Nuova» komponiert, der hier erstmals zu hören ist. Das Stück besticht durch seine ungewöhnliche Melodik und ausgefeilte Harmonik.

Ausgesprochen funkig und in exakter Satzarbeit ertönt Herbie Hancocks «Chameleon» mit einer souveränen Saxofon-Improvisation des Gastsolisten Gregor Bürger sowie coolen Fill-Ins Stephan Ottichs an der gedämpften Trompete. Chuck Mangiones «Children Of Sanchez» aus dem gleichnamigen Film bildet den lyrischen Höhepunkt der CD, wenn Rainer Rakoczy am Flügelhorn duftig zu mexikanisch anmutenden Backgrounds fabuliert.

Insgesamt also eine vielseitig einsetzbare CD, zu der Stephan Ametsbichler ein informatives Booklet geschrieben hat.


von Richard Prechtl


OVB vom 05.09.2007

Klassischer Swing

Mit einem breit gefächerten Programm unterhielt die Rosenheimer «Swing-Inn-Big-Band» eine Stunde lang die Kunden im Möbelhaus Weko. Unter der Leitung des Saxofonisten Johann Hell waren Big-Band-Arrangements in verschiedenen Stilrichtungen zu hören.

Exakte Bläsersätze wechselten mit solistischen Einlagen, basierend auf einem zuverlässigen Rhythmusfundament. Nach dem klanglich ausgewogenen «Manhattan Spiritual» und einem gefälligen Peter-Kreuder-Potpourri ging die Band zum klassischen Swing-Teil über. Standards aus dem Repertoire Count Basies, Glenn Millers und Benny Goodmans waren zu hören. Da trommelte Schlagzeuger Markus Wolf dezente Fill-Ins in Neal Heftis «Cute», blies Rainer Rakoczy einen eleganten Chorus über «American Patrol» und erinnerte Saxofonist Josef Wastlhuber mit seiner Klarinette bei «Don't be that way» an Benny Goodman. Weitere Solisten waren der Pianist Fred Bayer, der Gitarrist Fritz Federkiel, die Posaunistin Barbara Schied und der Baritonsaxofonist Georg Schied. Im letzten Drittel wurde das Programm stilistisch erweitert: Rainer Rakoczy spielte das Trompetensolo über «Cherry Pink» und glänzte lyrisch am Flügelhorn in Chuck Mangiones spanisch angehauchten Filmhit «Children of Sanchez». Höhenakrobatisches leisteten die Trompeter Stephan Ottich und Michael Morgott in «Gonna Fly now». Mit «A-Team» verabschiedete sich das gut aufeinander eingespielte Orchester.

von Richard Prechtl